18. Juli 2026
Hochkarätiger Dan-Multiplikatoren-Lehrgang im Bundesleistungszentrum Köln
Ein echtes Highlight erwartete am vergangenen Samstag, den 18.07.2026 die Dan-Referenten, Dan-Graduierenden, KDV sowie Bezirks-Dan-Beauftragten des Nordrhein-Westfälischen Dan-Kollegiums (NWDK): Im Bundesleistungszentrum Köln fand ein landesweiter Fortbildungslehrgang zur zeitgemäßen Ausbildung im Judo und zur Graduierung statt. Mit einem hochkarätigen Referententeam und einem anspruchsvollen Programm setzte die Veranstaltung Maßstäbe.
Mit über 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war der Lehrgang kurz vor Beginn der Sommerferien hervorragend besucht und unterstrich einmal mehr den hohen Stellenwert einer qualitätsorientierten Dan-Aus- und Fortbildung im NWDK.
Für das fachlich außergewöhnlich hohe Niveau sorgten drei renommierte Referenten:
- Ralf Lippmann (7. Dan) – DJB-Ausbildungsleiter sowie Referent Bildung und Graduierung,
- Wolfgang Dax-Romswinkel (8. Dan) – mehrfacher Weltmeister in der Ju-no-kata und Mitglied der AG Graduierungsordnung des Deutschen Judo-Bundes,
- Frank Wieneke (8. Dan) – Olympiasieger von Los Angeles 1984, langjähriger Bundestrainer des Deutschen Judo-Bundes und Studiengangsleiter des Diplom-Trainer-Studiums an der Trainerakademie Köln des DOSB.
In abwechslungsreichen Theorie- und Praxiseinheiten vermittelten die Referenten aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen rund um die Ausbildung und Graduierung. Schwerpunkte waren biomechanische Prinzipien im Judo, die Analyse und Entwicklung situationsgerechter Lösungen für Wurftechniken sowie die korrekte Zuordnung und Nomenklatur der Techniken. Die Inhalte wurden praxisnah vermittelt, gemeinsam diskutiert, reflektiert und selbstverständlich auch intensiv geübt. So erhielten die Teilnehmenden wertvolle Impulse für ihre Arbeit als Dan-Graduierende, Referenten und Multiplikatoren in Vereinen, Kreisen und Bezirken.
Eine zentrale Botschaft des Lehrgangs lautete: Judotechniken sind keine isolierten Bewegungsabläufe, sondern stets Lösungen für konkrete Kampfsituationen. Entsprechend sollen Techniken konsequent aus judotypischen Situationen und der Interaktion mit dem Partner vermittelt, trainiert und später auch bei Graduierungen demonstriert werden. Das früher teilweise übliche Üben von Techniken ohne situativen Bezug oder das Einstudieren von Würfen aus künstlichen, nicht judotypischen Schrittfolgen entsprechen nicht mehr dem heutigen Ausbildungsverständnis. Ziel ist es zunächst, vorhandene Situationen sinnvoll zu nutzen und später selbst geeignete Situationen für erfolgreiche Techniken zu schaffen.
Auch der persönliche Austausch und das Treffen alter Bekannter gehört zu NWDK-Lehrgängen: Markus Broy mit Dan-Prüfer und Judo-SV-Referent Mirco Fabig aus Dortmund.
Mit Heinz Aschhoff und Markus Broy nahmen aus dem Kreis Warendorf/Münster gleich zwei Dan-Graduierende an der Fortbildung teil. Ergänzt wurde das Trio durch Reiner Ulrich, der den Lehrgang aus eigenem Interesse besuchte und sich freiwillig über die aktuellen Entwicklungen im Dan-Wesen weiterbildete.
Damit war unser Kreis erneut stark vertreten und investierte mit zwei Dan-Graduierenden sowie einem weiteren engagierten Judoka gezielt in die Qualifizierung seiner Multiplikatoren. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Dan-Ausbildung und Graduierung im Kreis und Bezirk ein und kommen damit langfristig allen Judoka zugute.
Der Lehrgang verdeutlichte eindrucksvoll, wie wichtig kontinuierliche Fortbildung und der fachliche Austausch für eine hochwertige Dan-Arbeit sind. Mit Referenten dieses Formats, aktuellen fachlichen Impulsen und einer großen Beteiligung setzte die Veranstaltung ein starkes Zeichen für die Multiplikatoren-Aus- und Fortbildung im NWDK. Unser besonderer Dank gilt neben den Referenten auch Harald Kletke, Vizepräsident des NWDK und Graduierungsbeauftragter, für die Initiative und die hervorragende Organisation dieser gelungenen Veranstaltung.